Gänseblümchen recken vergebens ihre Köpfe hinauf zur obersten Spitze des uralten Gemäuers. Ehrfurcht gebietend ragt die Ruine Alt-Trauchburg dem Himmel entgegen. Man kann sie zu den ehemals mächtigsten Burgen im Allgäu zählen. Symbol kriegerischer Auseinandersetzungen ist die Ruine allerdings nicht. Auch keine Ritterburg. Vielmehr diente die mittelalterliche Burg dem Adel als Herrschaftssitz. Das Volk sah sie als Ausdruck der Macht und Friedensgarant.
Vom Wanderparkplatz am Kneipp-Tretbecken nahe Kleinweiler ist die Ruine Alt-Trauchburg in einem 30-minütigen Spaziergang durch den Wald zu erreichen. An der Burganlage angekommen, sucht Griaß-di‘-Allgäu-Reporterin Isabelle Reinhardt zuerst das stille Gebet an der St. Georgs-Kapelle, bevor die alte Ruine lockt. Auf der Burg beschildern Holztafeln die Räumlichkeiten. Die Dürnitz beispielsweise lädt mit Tisch und Bank zu einer Pause in mittelalterlicher Atmosphäre ein. Früher war sie ein Aufenthaltsraum für Händler und reisende Söldner.

Fotos: Isabelle Reinhardt