Ein mulmiges Gefühl schleicht sich ein. Wer die schwere Holztür des großen Schuppens nur einen Spaltbreit aufschiebt und einen Blick ins Innere wagt, starrt in einen dunklen Raum voll mysteriöser Schatten. Erleichterung bringt der Schritt über die Schwelle. Mit einem leisen Klicken gehen die Lichter an, träumerische Musik setzt ein, Wasser plätschert. Das Kutschenmuseum in Hinterstein erwacht zum Leben. Schmale Wege führen zwischen all den Sammlerstücken hindurch. Der Raum ist voll. Ein ausgestopfter Bär fletscht schreckenerregend die Zähne, als wache er über die altertümlichen Kutschen. Am meisten verzaubert Reporterin Isabelle Reinhardt der Schuppen mit dem Namen „Dr. Schiwago“. Dort steht ein etwa hundert Jahre alter Schlitten aus der Region Kempten. Herrisch thront darauf ein Puppenpaar, das russischen Zaren anmutet. Im angrenzenden Raum wartet ein besonders prunkvoller, wenngleich düsterer Schatz: ein etwa 140 Jahre alter, riesiger Bestattungswagen aus Böhmen/Mähren mit rot leuchtenden Laternen und Blumenschmuck.

Öffnungszeiten: täglich, 8-20 Uhr / nach Umbau seit geraumer Zeit wiedereröffnet
Anfahrt: über Bad Hindelang, Ostrachstraße und Talstraße nach Hinterstein
Parken: im Rauhornweg, Parkplatz „Auf der Höh“

Fotos: Isabelle Reinhardt