Autsch! Die kleinen Kieselsteine sind besonders schmerzhaft, wenn man barfuß unterwegs ist. Auf einem unbeschuhten Rundgang über unterschiedliche Untergründe können sich Füße auf eineinhalb Kilometern im Kurpark Bad Wörishofen müde laufen. Nicht immer geht es dabei angenehm zur Sache, wenn sich spitze Steine an die vom Wasser nassen Fußsohlen kleben oder eine Tannennadel sich zwischen den Zehen verkeilt. Schnell wird klar: Im normalen Leben, mit Schuhen an den Füßen, merken wir gar nicht mehr, wo wir laufen. Und das ist schade. Unvergleichlich das Gefühl von taunassem, weichem Gras, von warmem, glattem Holz und von feinem, zu allen Seiten nachgebendem Sand. Selbst nasser Lehm und wadentiefer Schlamm fühlen sich erstaunlich angenehm an – die intuitive Abneigung, dort hindurchzumarschieren, beruht auch nur auf dem Wunsch, die Schuhe sauber zu halten. Und schon gewusst, dass Schweißfüße naturgemäß nicht stinken? Vielmehr sind Socken und Schuhe für den unangenehmen Geruch verantwortlich. Griaß-di‘-Allgäu-Reporterin Isabelle Reinhardt ist sich sicher, dass sie auf dem Barfußweg nicht zum letzten Mal gelaufen ist. Auch Füße wollen mal Abenteuerurlaub.

Fotos: Isabelle Reinhardt