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Garant des Friedens

Gänseblümchen recken vergebens ihre Köpfe hinauf zur obersten Spitze des uralten Gemäuers. Ehrfurcht gebietend ragt die Ruine Alt-Trauchburg dem Himmel entgegen. Man kann sie zu den ehemals mächtigsten Burgen im Allgäu zählen. Symbol kriegerischer Auseinandersetzungen ist die Ruine allerdings nicht. Auch keine Ritterburg. Vielmehr diente die mittelalterliche Burg dem Adel als Herrschaftssitz. Das Volk sah sie als Ausdruck der Macht und Friedensgarant.
Vom Wanderparkplatz am Kneipp-Tretbecken nahe Kleinweiler ist die Ruine Alt-Trauchburg in einem 30-minütigen Spaziergang durch den Wald zu erreichen. An der Burganlage angekommen, sucht Griaß-di‘-Allgäu-Reporterin Isabelle Reinhardt zuerst das stille Gebet an der St. Georgs-Kapelle, bevor die alte Ruine lockt. Auf der Burg beschildern Holztafeln die Räumlichkeiten. Die Dürnitz beispielsweise lädt mit Tisch und Bank zu einer Pause in mittelalterlicher Atmosphäre ein. Früher war sie ein Aufenthaltsraum für Händler und reisende Söldner.

Fotos: Isabelle Reinhardt

 

Dem Fels wachsen gelbe Ohren

Über Stock und Stein geht es steil bergan. Der Gipfel vom Burgberger Hörnle liegt mit 1497 Metern nicht besonders hoch. Schweiß fließt bei sonnigem Wetter trotzdem. Oberhalb von Burgberg startend, spendet erst einmal der Wald Schatten. Zahlreiche Ameisen wuseln umher und tragen emsig Tannennadeln von A nach B. „Nur für Geübte“ warnt ein Schild beim Abzweig zum Funkenweg. Zu Recht, denn beim Kraxeln über Wurzelwerk und kleinere Felsplatten sind Konzentration und Geschick gefragt. Doch nicht nur die Aussicht über Sonthofen zur Nagelfluhkette entlohnt. In Gipfelnähe erwartet Wanderer eine blumige Überraschung: Alpenaurikel. Fröhlich gelbe Blüten entsprießen auf der Südseite dem nackten Fels. Was der Berg wohl für Geschichten hört? Auricula ist nämlich lateinisch und bedeutet „Öhrchen“. Auf dem Gipfel herrscht reges Treiben. Reporterin Isabelle Reinhardt rät: Kurz verschnaufen und den Rundblick genießen, dann besser weitermarschieren zum Grünten, dem Wächter des Allgäus. Obacht! Eine Drahtseilpassage verlangt Schwindelfreiheit. Im Grüntenhaus lässt es sich bei kühlen Getränken, einer Suppe oder Kaffee und Kuchen entspannen.

Fotos: Reinhardt

 

Ein Meer von Krokussen

Merkwürdig sieht es aus der Ferne aus. Wie ein Feld voll winziger Schneeflecken, die nicht mehr ganz weiß sein wollen. Ein paar hundert Meter näher offenbart sich das Wunder: Kein Schnee, ein Blütenmeer! Weiße und lilafarbene Krokusse wachsen hier wie Gras auf der Weide. Viele von ihnen stehen so dicht beisammen, dass sich die Blütenblätter beim leisesten Windhauch gegenseitig streicheln. Klick, klick, klick: Ein tolles Foto jagt das nächste. Aber Vorsicht! Nicht auf die Krokusse trampeln. Wo die Frühlingspracht zu finden ist? Reporterin Isabelle Reinhardt (Foto unten rechts) hat eine kleine Wanderung auf den Hündlekopf bei Oberstaufen unternommen. Der leichte Wanderweg führt über die Sennalpe Bärenschwand auf den Gipfel mit Sicht zum Pfänder und dem noch verschneiten Säntis. Jetzt nicht die Geduld verlieren! Vereinzelte Vorboten kündigen sich als farbige Tupfen am Wegesrand an und halten die Spannung aufrecht. Nach ein paar Erhebungen ist es geschafft – der Blick schweift frei über das weite Feld voller Krokusblüten, zur Linken erstreckt sich in der Ferne der Alpsee.

Auf den Sattel, fertig, los!

Heiter bis wolkig: Der April lockt mit wärmenden Sonnenstunden und triezt mit der ein oder anderen kalten Überraschung. Trotzdem lohnt es sich für Reporterin Isabelle Reinhardt, das eingestaubte Fahrrad aus dem Schuppen hervorzuholen. Nur wohin? Der Winter hat der Kondition zugesetzt und die Muskeln sind noch müde. Eine erste kleine Proberunde ums Haus ist wacklig. Langsam anfangen, heißt die Devise. Umsetzen lässt sich die prima auf dem Radweg entlang der Iller – denn Flüsse fließen selten aufwärts. Treten Rad und Fahrer die Tour also in Oberstdorf Richtung Kempten an, sind auf einer Strecke von knapp 50 Kilometern kaum Höhenmeter zu bezwingen. Wo Breitach, Stillach und Trettach zusammenfließen, ist der Illerursprung. Gemütlich fährt es sich am Fluss entlang über Sonthofen und Immenstadt nach Kempten in etwa dreieinhalb Stunden. Wem dort immer noch nicht die Puste ausgeht, der kann gerne bis Ulm weiterradeln.
www.illerradweg.de

Fotos: Ralf Lienert

Premiere in toller Landschaft

Es war eine gelungene Premiere in grandioser Umgebung: Beim ersten Foto-Workshop unseres bundesweiten Erlebnismagazins im Tannheimer Tal schien wie bestellt die Sonne. Weshalb Griaß-di‘-Allgäu-Redakteur Freddy Schissler (erstes Foto als Model) auch bestens gelaunte Teilnehmer begrüßen durfte. Die bekamen nicht nur von den Fotografen Ralf Lienert (zweites Foto beim Anleiten der Teilnehmer) und Manfred Felder Tipps und Kniffe der Fotografie serviert, sondern am Eröffnungsabend auch heimische Produkte wie Käsespezialitäten und Hochprozentiges (viertes Foto, Fritz Bleier von Linzgieseder Getränkehandel). Mit im Boot waren das Viersterne-Hotel Schwarzer Adler in Tannheim (mit Sepp Schiffer an der Spitze) als Gastgeber und die Firma Cewe (mit Andreas Scholz), eine der ersten Adressen in Sachen Digitaldruck und Fotobuch.

Winterwanderung mit Lama

Ein leises, warmes Schnauben, dunkle Augen und eine flauschig-wollige Erscheinung: Damit empfangen einen die Lamas vom Pichincha Lamahof Kaufbeuren. Sie sehen nicht nur kuschelig aus – die Lamas haben auch ein ausgesprochen geduldiges und sanftes Gemüt. Schon mal mit einem Lama spazieren gegangen? Die wolligen Tiere sind im Winter besser für eine Schnee-Wanderung gerüstet als wir Menschen – da heißt es: warm einpacken! Aber dann, ist sich unsere Reporterin Isabelle Reinhardt sicher, steht einer märchenhaften Wanderung durch die verschneite Allgäuer Winterlandschaft in Begleitung eines Lamas nichts mehr im Wege.
Der Pichincha Lamahof bietet Schnuppertouren von ein bis drei Stunden an. Die Termine sind flexibel – einfach anrufen unter 08341/73318. Auch Schulklassen sind willkommen!
www.pichincha-llamas.de

Da lacht das Snowboarder-Herz

Schnee, Spaß – und nebenbei jede Menge lernen: Das, ist sich Griaß-di‘-Allgäu-Reporterin Isabelle Reinhardt sicher, bildet die Basis fürs erste Boarder Cross Camp in Grasgehren. Deshalb ihr Tipp: Kleine Snowboarder bis 13 Jahre können dort vom 13. bis 16. Februar (10 bis 15 Uhr) auf der Weltcupstrecke Fahrtechnik, Sprünge sowie Buckelfahren verbessern. In den Kurven kann es schon mal passieren, dass die Kids anfangen, von Goldmedaillen zu träumen.
Damit Snowboard und Kind künftig unfallfrei über den Schnee rutschen, steht ein Snowboardlehrer mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wartet ein spannender Boarder X Parcours auf die Kids, wo sie sich Rennen liefern können. Da lacht das Snowboarder-Herz: Steilkurven, Wellen, Sprünge.  Wichtig: Wer mitmachen will, muss Schlepplift fahren können und rote Pisten beherrschen!
Infos und Anmeldung: http://www.shred-kids.de/allgaeu-shred-kids-snowboard-camp/

Rauf auf den Bärenkopf

Immer mehr Leute drängt es raus aus der Großstadt und hinein in eine noch intakte Natur. Landleben genießen sagen die einen dazu, „Natur und Huimat spüren“ nennt es unsere Reporterin Nicole Uhlemair. Wir vom Griaß-di‘-Allgäu-Team nennen sie Heidi, weil sie das Oberallgäu kennt wie ihre eigene Westentasche. Profitieren Sie von Heidis Heimatliebe – dank ihrer Rubrik „mei Huimat“ in der Print-Ausgabe. Im Winterheft (Seite 30) schlägt sie einen (Schneeschuh-)Ausflug auf den Bärenkopf bei Immenstadt vor. Gestartet wird am Parkplatz des Ossi-Reichert-Lifts in Gunzesried, dann geht’s Richtung Ortsmitte zum Startpunkt am Moosackerweg. Der Wanderer kommt an der Dürrehorn Alpe sowie an der Alpe Vorderkrumbach vorbei. Später ist es möglich, auf einem breitgewalzten Weg Richtung Mittagbahn zu laufen. Wer schließlich oben auf dem Bärenkopf (1463 Meter) ankommt, wird mit prächtiger Aussicht belohnt.

Maneeeege frei!

Wenn Elmar Kretz in der Manege steht, bewegt er sich ganz langsam. Um ihn herum geht es derweil hektisch zu, doch das bringt ihn nicht aus der Ruhe. Er weiß, was er kann. Er weiß, was er will: den Zuschauern im Zirkuszelt Spektakuläres bieten – beim Ravensburger Weihnachtscircus, der noch Vorstellungen bis 7. Januar bietet (jeweils 15 und 19 Uhr; sonntags 11 und 15 Uhr). Der Allgäuer Kretz hat geschafft, was eigentlich unmöglich ist: Als Quereinsteiger betreibt er seit zehn Jahren erfolgreich einen Zirkus. Wie der 39-Jährige im lackschwarzen Frack das schier Unmögliche geschafft hat, wird in der aktuellen Print-Winterausgabe von Griaß di’ Allgäu (ab Seite 144) in einem großen Porträt von Stefanie Böck verraten. www.wintercircus.de 

Auf in die Südsee

Lust in diesen kalten Tagen auf einen Abstecher in die Südsee? Kein Problem. Steuern Sie den Ort Obergünzburg im Ostallgäu an – die Straße Unterer Markt 2. Dort ist das Südsee Museum beheimatet und lässt die Besucher eintauchen in eine eigene Welt fern des Allgäus. Im Jahr 2009 wurde das Haus mit zahlreichen spannenden Objekten eröffnet. Seither steuern viele Besucher den Unteren Markt in Obergünzburg an. Eine längere Reportage von Susanne Lorenz-Munkler im aktuellen Magazin ab Seite 140. Geöffnet: mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Anmeldungen/Infos: 08372/8239.

 

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