Gibt es ihn noch, den Käse, der nicht mehr braucht als eine Handvoll Zutaten? Der frei ist von Chemie? Ganz gewiss, im Allgäu gibt es solch traditionell erzeugten Käse in den Sennereien noch. Aber nicht nur dort, denn in Thalkirchdorf kann man ihn in der Käseschule auch selbst herstellen. Wenn über den beiden Brennern das Gemisch aus Milch und Naturjoghurt zu blubbern beginnt, sollte das keinesfalls bedeuten, dass die Milch zu kochen beginnt. Mehr als 40 Grad heiß darf sie nämlich nicht werden. Was es bedeuten kann und darf: Jemand hat übermäßig schwungvoll darin gerührt. Schließlich ist beständiges Umrühren zunächst die Hauptaufgabe im Seminar. Und natürlich das Thermometer im Auge zu behalten. Zeit muss man für den Kurs übrigens mitbringen, denn es dauert etwa zweieinhalb Stunden, bis aus flüssiger Milch zähe Masse und aus kleinen Bröckchen Weichkäse wird. Ob es sich lohnt? Unsere Reporterin Isabelle Reinhardt verrät: Es macht schon stolz, den eigenen Käse im Kühlschrank stehen zu haben. Vor allem aber schmeckt er ganz anders als jener aus der Plastikverpackung im Supermarkt.

Dauer: 2,5 Stunden
Gruppengröße: mind. 16 Einzelpersonen, max. 24, ab 12 Personen eigener Termin
Anmeldung: info@kaeseschule.de

Fotos: Christian Mörken